Werzwischweihe an Maria Himmelfahrt

Nähere Infos hier.

Der Brauchtumsverein möchte dieses Jahr Kräuter sammeln und selbst Werzwische binden und lädt Interessierte gerne ein mitzutun. Treffpunkt ist Sonntag, der 11.08.2019 um 14 Uhr in der Scheune am „Platz an der Linde.“

 

 

Der Brauchtumsverein Niederhöchstadt e.V. lässt die alte Tradition der Werzwischweihe wiederaufleben. 

Hinter dem seltsam klingenden Wort „Werzwisch“ verbirgt sich ein Kräuter- oder Würzstrauß. „Wisch“ bedeutet mundartlich Wedel – also ein Kräuterbündel. 

Woher dieser Brauch kommt erklärt u.a. eine Legende: Den Aposteln, die am dritten Tage nach dem Entschlafen Mariens ihr Grab besuchten, schlug eine Woge köstlichen Wohlgeruchs entgegen. Das Grab war verlassen, dafür aber angefüllt mit Rosen und Lilien, rings aber um die Grabstätte sprossen und blühten die Heilkräuter, die die Gottesmutter in ihrem Leben geliebt hatte. 

Daraus entstand vor allem in den ländlichen Regionen der Brauch zu Maria Himmelfahrt (immer am 15. August) den „Werzwisch“ zu binden und im Gottesdienst zu segnen. So war das auch lange Jahre in Niederhöchstadt. Die Werzwische wurden z.B. von den Bauern in die Ställe oder von den Gemeindemitgliedern in ihre Häuser gehängt, natürlich nicht ohne vorher die Räume ordentlich uszuwischen (wedeln). 

Der Werzwisch dient also sowohl als Medizin für Mensch und Tier wie auch als Schutz für das Haus.  

Das Binden der Sträuße, vor allem welche Kräuter gebunden werden, ist nicht mehr vielen bekannt. In manchen Regionen werden 16, in anderen 25 oder sogar mehr verschiedene Kräuter gesammelt. Das können Baldrian, Beifuß, Frauenmantel, Arnika, Johanniskraut, Kamille, Liebstöckel, Pfefferminze, Raute, Rainfarn, Marguerite, Schafgarbe, Wegwarte, Königskerze, Mariendistel, Blutweiderich, Odermennig, Ampfer und Mädesüß sein. 

Wort für den Tag

Nahe ist der Herr den zerbrochenen Herzen, er hilft denen auf, die zerknirscht sind. (Ps 34)

Gedanke für den Tag

Gott ist Geist, und seine Gegenwart bleibt unsichtbar. Er lebt immer in uns: in den Augenblicken der Dunkelheit wie in denen völliger Klarheit.