Auf den Spuren der Via Egnatia in Albanien

Reisegruppe

Vom 6. - 14. Oktober 2019 gab es eine weitere Gemeindefahrt des Pastoralen Raums Main-Taunus-Ost mit Teilnehmern aus Schwalbach, Niederhöchstadt und Eschborn. Sie führt nach Albanien mit einem Abstecher an den nordmazedonischen Teil des Ohrid-Sees.

Es begann mit einer Stadtbesichtigung der Hauptstadt Tirana und dem Besuch des dortigen Nationalmuseums mit einem Kurzdurchgang durch die Geschichte des Landes. Über Elbasan, einem wichtigen römischen Haltepunkt an der Via Egnatia, die im Altertum Rom über die heutige Hafenstadt Durres mit Konstantinopel verband, ging es nach Korca, einem bedeutenden Handelsplatz mit einer alten Karawanserei (aus dem 18. Jahrhundert)  und einem überwältigenden Ikonenmuseum. Der Abstecher nach Nord-Mazedonien führte an die christlichen Gedenkstätten in Ohrid und das wunderschön gelegene Kloster des Heiligen Naum, einem der wichtigen Missionare dieser Gegend aus dem 9. Jahrhundert. Weiter ging es durch eine berauschend schöne Gebirgslandschaft nach Gjirokastra mit seiner hochgelegenen Burganlage und dem Skunduli-Haus, durch das uns der Besitzer und seine Tochter führten.

Icone Korca

Am Ionischen Meer gelegen, wurde dann die vor mehr als 2500 Jahren besiedelte  Halbinsel und heutiges UNESCO-Weltkulturerbe von Butrint mit beeindruckenden griechischen und römischen,  byzantinischen und venezianischen Überresten besucht.  Die nächste Station waren die Ruinen der alten griechischen Stadt Apollonia in der Nähe der adriatischen Küste und das Kloster Ardenica mit seiner beeindruckenden, mit Fresken aus dem 18. Jahrhundert geschmückten Kirche. In Berat folgte die größte Burganlage des Landes mit einem weiteren Museum des größten Ikonenmalers des Landes, Onufri, und den herrlichen städtischen Parkanlagen. Gegen Ende der Reise ging es nach Durres mit dem Archäologischen Museum und dem größten Amphitheater des Balkans, das eine Kapelle aus dem 6. Jh.  mit schönen Wandmosaiken in sich birgt. Nach dem Bad im Meer fand dann ein Besuch im Antonius-Kloster bei Lac, dem Zentrum des Katholizismus in Albanien, in herrlicher Umgebung am Beginn der nördlichen Berge des Landes sowie der gewaltigen Festungsanlage mit dem Museum des Nationalhelden Skanderbeg in Kruja statt. Den Abschluss bildete die Besichtigung des Weltzentrums der Bektashi-Religion in Tirana. Diese Religionsgemeinschaft mit rund sechs Millionen Anhängern in der Welt ist eine liberale und weltoffene Abspaltung des Islam. Zusammen mit den Orthodoxen, den Katholiken und den sunnitischen Islamiten ist sie eine der vier im Lande vertretenen und in seltener Harmonie zusammenlebenden Religionen.

Neben der Schönheit des Landes mit teilweise „interessanten“ engen kurvenreichen Straßen, die unser Chauffeur mit seinen großen Bus in absolut souveräner Weise befuhr, machten die vielen besuchten christlichen Kulturdenkmäler den größten Eindruck auf die Reiseteilnehmer. Sie erlebten ein Land im Übergang mit nahezu ausschließlich deutschen Autos, vor allem älteren und neuen Mercedes-Wagen, einer regen Bautätigkeit und einer Reihe von schon sehr guten Straßen und modernen Gebäuden, wie dem Flughafen. Zwar scheint die isolierte, brutal kommunistische und atheistische Vergangenheit unter dem Diktator Enver Hodscha noch nicht ganz überwunden, aber viele Reiseteilnehmer hatten doch den Eindruck, dass das Land zu Europa gehört und sich sehr bemüht, Teil der EU zu werden. Schließlich verlief die Reise in voller Harmonie der Reisgruppe, ohne jegliche Zwischenfälle, vielleicht abgesehen von den Mühen, die einige mit den steinigen und steilen sowie doch manchmal ausgedehnten Besichtigungswegen hatten. Fazit: Eine Reise, die in guter Erinnerung bleibt und Menschen in der Reisegruppe und darüber hinaus mit Menschen in einem freundlichen und sonnigen Land verbunden hat.

Wolfgang Küper

Bildtexte: Die Reisegruppe im Amphitheater des UNESCO-Weltkulturerbes  Butrint
Ikone im Ikonenmuseum von Korca von Athanas Zografi (1765)

Wort für den Tag

Paulus schreibt: Wir verkündigen Christus als den Gekreuzigten: für viele eine Torheit, für uns aber Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit. (1 Kor 1,22-25)

Gedanke für den Tag

Im Gebet entsteht nicht immer ein Hochgefühl der Liebe zu Christus. Wenn der Eifer nachläßt, kommen Augenblicke, in denen deutlich wird: Nicht er, der Auferstandene, hat sich entfernt – ich bin abwesend.

21.02.21 in St. Pankratius
28.02.21 in St. Nikolaus und St. Pankratius
07.03.21 in St. Nikolaus
14.03.21 in St. Pankratius
21.03.21 in St. Nikolaus
28.03.21 in St. Nikolaus

Herzliche Einladung über Videokonferenz gemeinsam das Morgenlob des Te Deum aus der Benediktinerabtei Maria Laach zu beten:

Jeden Morgen Montag - Freitag um 7.30 Uhr (Dauer ca. 20 Minuten)

Zoom-Meeting beitreten us04web.zoom.us/j/815739780
Passwort: 0612

Es ist keine Anmeldung nötig!

Mehr Infos unter "Morgenlob"!





Ökumenischer Kirchentag 2021

Schaut hin! (Mk 6,38)

Vom 12. - 16. Mai 2021 findet der Ökumenische Kirchentag in Frankfurt statt! Hier finden Sie aktuelle Informationen zu Planung und Programm.


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